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„Mit unserem Produkt haben Menschen jahrelang eine Freude“

1995 hat Werner Pessl als Lehrling in der Lieb Unternehmensgruppe begonnen. Heute verantwortet der gelernte Fliesenleger eine gesamte Abteilung mit 25 Mitarbeitern – und stemmt mit seinem Team echte Mammutprojekte in der Region. Wie der Karriereschritt gelingt und worauf es ankommt, erzählt der LIEB-Entscheidungsträger im Interview.

 

Vom Lehrling zum Abteilungsleiter: Was ist Ihr Geheimrezept?

Entscheidend ist aus meiner Sicht, den Beruf, das grundsätzliche Handwerk zu beherrschen – das gilt aber nicht nur für Fliesenleger, sondern ist allgemein gültig. Je mehr Erfahrung vorhanden ist, je geübter man ist, desto einfacher ist auch der Einstieg in Führungs- bzw. Managementpositionen. Ein fehlender Praxisbezug lässt sich nur schwer mit theoretischem Wissen kompensieren, wenn etwa eine größere Baustelle kalkuliert werden muss.

 

Was zählt – neben der angesprochenen Kalkulation – zu Ihren täglichen Aufgaben?

Ich bin nach wie vor auf vielen Baustellen unterwegs, da ich neben der Abteilungs- auch die Bauleitung inne habe. Darüber hinaus bin ich natürlich für logistische Herausforderungen verantwortlich, wie auch die Arbeitseinteilung unserer Fachkräfte.

 

Was macht die Faszination am Fliesenlegen für Sie aus?

Das besonders Schöne an der Tätigkeit ist, dass die Arbeit brutal vielfältig ist – es gibt derart viele unterschiedliche Fliesenformate, unterschiedliche Optiken und unterschiedliche Herangehensweisen. Das hat mich immer schon begeistert. Genauso wie die Tatsache, dass das Verlegen von Fliesen zu einem optisch ansprechenden Endprodukt führt, mit dem Menschen jahrelang eine Freude haben. Diese Begeisterung bekommt man als Fliesenleger häufig zu spüren – und das motiviert sehr.

 

Wie hoch ist der Bedarf an Fliesenlegern?

Wir könnten mittelfristig mit Sicherheit zehn neue Fliesenleger einstellen, hätten wir die nötigen Bewerber – der Bedarf ist also gewaltig. Auch an Lehrlingen – auch heuer suchen wir wieder mit Hochdruck nach jungen Fliesenleger-Talenten. Bewerbungen nehmen wir daher immer sehr gern entgegen. Eines kann man mit Sicherheit betonen: Wer eine Fliesenleger-Lehre absolviert, hat einen sehr sicheren Arbeitsplatz.

 

Welche Eigenschaften sollte ein junger Fliesenleger bzw. eine junge Fliesenlegerin mitbringen?

Genauigkeit ist beim Fliesenlegen wichtig. Denn die Optik – die muss stimmen.

 

An welchen Projekten waren Sie bereits beteiligt?

Zu den prägendsten Baustellen der letzten Jahre zählt mit Sicherheit die HTL Weiz, wo wir in nur zwei Wochen rund 1.500 Quadratmeter verfliest haben. Auch in den heimischen Thermen sind und waren wir sehr aktiv – von Bad Loipersdorf bis zur Therme in Baden. Auch am Med-Campus der Universität Graz haben Flächen im Ausmaß von mehreren Tausend Quadratmetern verfliest.

 

Worin liegen die Herausforderungen bei derartigen Großprojekten?

Insbesondere Logistik, Planung und bürokratische Abläufe stellen uns immer wieder vor große Aufgaben. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung und unserer Kompetenzen können wir diese aber meist sehr effektiv und rasch lösen.